30
Mai

MVV-Tarifreform: Übersichtlicher und günstiger?

Die Nutzer des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (kurz: MVV) kennen das Problem: Selbst wer häufig den ÖPNV im Großraum München nutzt, verirrt sich manchmal im Tarifdschungel. Vier Zonen und 16 Ringe erfordern Einiges an Rechenarbeit, bis man die richtige Fahrkarte gefunden hat. Das soll einfacher werden: Staatsministerin Ilse Aigner, der Sprecher der Landräte (und einer der Sprecher des S-Bahn-Bündnis Ost) Robert Niedergesäß und der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter haben sich darauf geeinigt, eine MVV-Tarifstrukturreform bis zum Juni 2019 umsetzen zu wollen.

Die wichtigsten Inhalte in Kürze:

  • Weniger Grenzen
    Künftig soll es eine „M-Zone“ geben, sie ersetzt die Innenraum-Ringe 1-4. Dort herrscht dann ein einfacheres und einheitliches Tarifsystem für S- und U-Bahn, Bus und Tram. Die umliegenden Ringe des MVV-Gebietes werden ebenfalls verringert: Künftig sind es nur noch sechs statt der bisher zwölf.
  • Neue Preise
    Durch die Zonen-Änderungen ergeben sich natürlich auch neue Preise: wer bisher eine Zeitkarte für nur zwei Innenraum-Ringe hatte, muss künftig die dann vergleichsweise teurere M-Zone bezahlen. Umgekehrt gilt: wer ohnehin schon vier Ringe nutzte, wird mit der M-Zone günstiger eingestuft. Die Preise stehen allerdings noch nicht fest, im Gespräch ist ein Monatsticket für rund 60 Euro.
    Auch die Streifenkarte wird neu bewertet: Bei voraussichtlich stabilen Preisen werden einige Fahrten deutlich günstiger, da „Zonenwechsel“ künftig nur noch einen zusätzlichen Streifen kosten. Teurer fährt man also demnach nie, je nach Strecke aber teilweise günstiger.
  • Besondere Tickets
    Spürbare Verbesserungen sollen sich bei Tickets für Schüler und Senioren ergeben. Schüler dürften ihr Ticket auch über den reinen Schulweg hinaus benutzen. Senioren dürften künftig auch vor 9.00 Uhr ihre vergünstigte Fahrkarte benutzen – dafür wird aber das Mindestalter von 60 auf 65 Jahre angehoben.

Offen ist noch die Frage der Finanzierung. Da die Einnahmen beim MVV sinken dürften, muss das Defizit ausgeglichen werden. Dafür sollen 75 % von der Landeshauptstadt und 25% durch die angrenzenden Landkreise aufgebracht werden. Über die Inhalte der Reform berichten unter anderem das offizielle Stadtportal sowie diverse Tageszeitungen.

Auch wenn Vereinfachungen und Vergünstigungen des ÖPNV grundsätzlich begrüßenswert sind: der dringend notwendige Ausbau der Schieneninfrastruktur darf deswegen nicht leiden.

26
Mrz

Weichenstellung in der Politik

2018 ist ein politisch bedeutsames Jahr für die Bundesrepublik und den Freistaat Bayern. Während sich auf Bundesebene nach langem Ringen eine Regierung zusammengefunden hat, stehen wir in Bayern zwar noch vor der Landtagswahl, haben aber bereits jetzt eine neue Regierung mit neuem Ministerpräsidenten. Das bedeutet auch für das S-Bahn-Bündnis Ost eine veränderte Situation.

Als Bundesverkehrsminister hat sich Alexander Dobrindt für unsere Interessen eingesetzt und auch wiederholt öffentlich seine Unterstützung bekräftigt. Sein Nachfolger, der neue Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, will sich ebenfalls für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs einsetzen.

Auch in Bayern ist der Wechsel vollzogen, die neuen Minister haben Ihre Rollen eingenommen. Ilse Aigner, Nachfolgerin als Bayerische Verkehrsministerin von Joachim Herrmann, wird sich schnell zum Thema S-Bahn-Ausbau positionieren müssen, ebenso auch der neue Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer. Das Thema bewegt die Menschen und ist für die gesamte Metropolregion München von großer Wichtigkeit.

Das S-Bahn-Bündnis Ost wird weiterhin den sehr engen Dialog mit Bundes- und Landespolitik führen und unsere Argumente nachhaltig verankern, um unsere Region fit für die Zukunft zu machen.

8
Nov

CSU-Tourismusexperte bestätigt Anliegen des S-Bahn-Bündnis Ost

Klaus Stöttner, tourismuspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion setzt sich für die Umsetzung der Ziele des S-Bahn-Bündnis Ost ein und bekräftigt dessen Anliegen. Die Anbindung der Messe an die S2 sei erforderlich, schließlich sei das „Kongressgeschäft mit eines der wichtigsten Themen für den Tourismus in München“, so Stöttner.

Das Statement Klaus Stöttners im Wortlaut:

„Ich unterstütze das S-Bahn-Bündnis Ost, weil eine leistungsfähige Infrastruktur die Voraussetzung für Wirtschaftskraft in der Region darstellt, auch und insbesondere für den Tourismus in der Region. Der Besucher-Magnet Messe München muss besser an das Verkehrszentrum München angebunden werden. Schließlich ist das Kongressgeschäft mit eines der wichtigsten Themen überhaupt, wenn es um die touristische Vermarktung von Bayern mit der Hauptstadt München geht. Nur durch eine bessere Verkehrsanbindung ans Zentrum können die in Messezeiten benötigten Unterkünfte im gesamten Großraum München und Oberbayern attraktiv genutzt werden. Das Münchner Umland im Osten braucht neue Perspektiven für den Nahverkehr. Dafür setze ich mich gemeinsam mit dem S-Bahn-Bündnis Ost ein.“

22
Sep

Über die Bevölkerungsentwicklung im Münchner Osten und eine belastbare Infrastruktur

München boomt: Nicht nur wirtschaftlich auch hinsichtlich des Bevölkerungswachstums wächst München ungebrochen. Besonders die Gemeinden im Münchner Osten erfahren dabei einen beispiellosen Zuwachs.

Im überregionalen Vergleich zeigt sich, dass Oberbayern zu den wachstumsstärksten Regionen Bayerns gehört: Mit 11 Prozent prognostizierter Wachstumsrate wird Oberbayern zu den attraktivsten Bezirken in ganz Bayern.

Und noch viel mehr: Innerhalb Oberbayern zieht es die Bevölkerung vor allem in den Münchner Osten. Während die Landkreise München, Ebersberg und Erding in den Jahren zwischen 2004 bis 2014 ein Bevölkerungszuwachs von 8,76 Prozent verzeichnen konnten, soll die Region in den nächsten Jahren zwischen 2014 und 2034 um durchschnittlich insgesamt weitere 16,6 Prozent wachsen.

Die Region ist wirtschaftlich sehr stark und das schafft Arbeitsplätze. Seit der Flughafeneröffnung im Erdinger Moos weisen die Landkreise Erding und Freising die niedrigste Arbeitslosenquoten auf, dicht gefolgt von München. Arbeitsplätze ziehen Menschen an – ob als Pendler oder als Zuzügler: Der Landkreis Ebersberg erwartet dabei mit 17,5 Prozent Wachstum bayernweit den größten Zuzug bis zum Jahr 2034.

Der Münchner Osten weist bereits jetzt eine sehr hohe Bevölkerungszahl auf. In den nächsten Jahren wird sich diese laut Prognosen noch weiter verdichten. Und wo Menschen leben und arbeiten, bedarf es einer angemessen ausgebauten und vor allem belastbaren Infrastruktur. Nur so kann der Mehrbedarf an öffentlichen Verkehrsmitteln für Ein- und Auspendlern sowie Touristen und Anwohnern einwandfrei abgewickelt werden.

24
Nov

Busse nach Berlin

Die Landeshauptstadt München, die Stadt Rosenheim sowie die IHK für München und Oberbayern mit Unterstützung weiterer Akteure der Metropolregion München ludt am 26. November zum Parlamentarischen Abend in den Räumlichkeiten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin ein. Auch das S-Bahn-Bündnis Ost war bei der Initiative vertreten und konnte seine Forderungen nach einem vierspurigen Ausbau mit Messeverschwenk bei hochrangigen Politikern thematisieren und ins Gespräch bringen. Ziel der Initiative an diesem Abend war es, die Situation der Münchner Verkehrsinfrastruktur bei der Bundespolitik zu thematisieren und die Notwendigkeit einiger Projekte auch für ganz Deutschland zu betonen. Die Realisierung wichtiger Infrastrukturprojekte der Region München stand dabei im Fokus.

Busse-nach-Berlin_Sprecher-und-Herrmann

Landrat Robert Niedergesäß und Bürgermeister Maximilian Böltl vertraten das S-Bahn-Bündnis Ost tatkräftig: In einem Gespräch mit dem bayerischen Staatsminister, sicherte Joachim Herrmann seine inhaltliche Unterstützung dem Bündnis zu.

Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zeigte große inhaltliche Übereinstimmung bei der bevorstehenden Flaschenhalssituation auf der Strecke zwischen München-Riem und Markt Schwaben.